Etwas verspätet kommt die Meldung noch für alle, die es noch nicht mitbekommen haben. Seit 2012 gibt es eine konkrete Kooperation zwischen dem JC Remscheid und dem JC Wermelskirchen! Eine Super Sache, die viel Energie freisetzt und Synergien verbindet.
Ziel ist die Bundesliga
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 04.01.2012
Judo (RP). Der JC Wermelskirchen und der JC Remscheid haben im Männerbereich ihre Kräfte gebündelt und einen neuen Verein gegründet. Als Judolöwen Bergisch Land streben sie den Aufstieg in die höchste Klasse an.
Alle Kräfte im Bergischen bündeln und damit bis in die Bundesliga aufsteigen. Das ist das erklärte Ziel der "Judolöwen Bergisch Land", einem neuen Verein, der von den beiden Judoclubs aus Remscheid und Wermelskirchen gegründet wurde.
Seine Anerkennung als "gemeinnütziger Verein" erreichte den Vorsitzenden Sven Dicke zum Jahreswechsel. Gerade rechtzeitig zum ersten gemeinsamen Training der Judoka des JC Remscheid und JC Wermelskirchen unter den beiden Cheftrainern Lutz Hartmann (JCW) und Edmund Schulz (JCR). Beide leiten künftig das Training, das abwechselnd in Wermelskirchen und Remscheid stattfinden soll.
Der Vorstand
... der Judolöwen Bergisch Land ist paritätisch mit Vorstandsmitgliedern des JC Wermelskirchen und des JC Remscheid besetzt. Vorsitzender ist Sven Dicke (JCW), 2. Vorsitzender Lutz Schaaf (JCR). Beide sind stellvertretende Vorsitzende ihrer Stammvereine. Geschäftsführer ist Werner von Tegelen, der Vorsitzende des JC Remscheid.
Die Liga-Kämpfe werden allerdings in Wermelskirchen über die Bühne gehen, denn der neue Verein ist mit beiden Mannschaften im Bezirk Köln gemeldet, wo die Teams die Plätze der beiden JCW-Männer-Mannschaften einnehmen. Damit startet die erste Mannschaft in der Landesliga und kann gleich im ersten Jahr die Oberliga anpeilen, während die "Zweite" den Aufstieg aus der Bezirksliga in die Landesliga ins Visier nehmen will.
Stark genug sollten beide Teams sein, zumal sich JCR und JCW ausgezeichnet ergänzen und auch bereits mit namhaften Verstärkungen rechnen können. Darunter womöglich sogar Bundesliga-Kämpfer Marcel Haupt, der für seine Zweitstarts beim Erstligisten SUA Witten-Annen gemeldet ist. Er könnte sogar dort bleiben und zwei Bundesliga-Kämpfe absolvieren, und hätte danach noch die Möglichkeit, bei den Judolöwen mitzumischen. Eine Option, die er sich durchaus vorstellen könnte.
Aus der Not eine Tugend
Wie Aufstiege angepeilt werden müssen, wissen die Bergischen gut genug. Erfahrungen damit hat der JCR, nachdem er in einer Kampfgemeinschaft mit dem Lüttringhauser TV bereits einmal die Bundesliga erreichte. Doch eine Wiederholung aus eigener Kraft erschien zunehmend schwierig.
"Beide Vereine haben Mannschaften, die sie nicht vollkriegen", wies Judolöwen-Geschäftsführer Werner von Tegelen, zugleich Vorsitzender des JCR, auf die gemeinsamen Probleme von JCR und JCW sowie den Zwang zur Zusammenarbeit hin.
"Mit anderen Remscheider Vereinen war da nichts zu machen." Weil man mit den Wermelskirchenern ein gutes Verhältnis habe und schon seit langem gemeinsam trainiere, habe sich die Zusammenarbeit angeboten.
Da nach den bisherigen Erfahrungen die Bildung einer Kampfgemeinschaft eher problematisch erschien, haben sich die Verantwortlichen für eine Neugründung entschieden, bei der die vorhandenen Strukturen nicht angetastet werden.
Alle Kämpfer bleiben weiterhin Mitglieder ihrer Stammvereine und üben nur ihr Zweitstartrecht beim neuen Verein aus. Betroffen sind im Übrigen nur die Männer, nicht die Frauen und vor allem auch nicht der Nachwuchs.
Ihren ersten Auftritt haben die Teams der Judolöwen Bergisch Land am 26. Februar beim landesoffenen Mannschaftsturnier des TSVE 1890 Bielefeld. Einen Tag vorher treten die Damen des JC Wermelskirchen dort an.
(Quelle: rp)
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